Glücklichsein, wie geht das?! TEIL I - Akzeptanz

Glück Akzeptanz Glücklichsein

„Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt,

sondern wer sich selbst dafür hält.“

 

- Seneca -

 

 

Glücklich sein! Darum geht es doch wirklich. Doch manchen fehlt soviel um dies zu erreichen. Es scheint wie ein Wunsch, der niemals in Erfüllung gehen wird. Im Film Deadpool von Marvel kommt ein passendes Zitat vor: „Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Katastrophen mit nur kurzen Werbeunterbrechungen der Glückseligkeit“  Doch das stimmt nicht immer. Es gibt Techniken und Taktiken mit denen man seinem Ziel, glücklich zu sein, sehr nahe kommen kann.

 

Ich habe einige Bücher gelesen, doch war ich oft am Ende etwas enttäuscht. Es gibt Bücher von Psychologen, die wirkliche Experten auf diesem Gebiet sind. In solchen oder anderen Bestsellern sprachen mich die Autoren direkt an und schrieben von einigen Methoden, damit ich als Leser am Ende des Buches glücklich werde. Mir persönlich fehlte immer etwas. Die Methoden sind nicht immer einfach umzusetzen und zu viele Worte verwirren mich bzw. ich vergesse vieles davon. Ich möchte kurz und knapp sagen, auf was es meiner Meinung nach ankommt: Deine Selbstakzeptanz, persönliche Weiterentwicklung und deine Wahrnehmung.

 

Doch was ist mit Liebe, Freunde, Partner, Geld? Ich finde, dies resultiert aus diesen obigen drei. Wenn du dich selbst nicht akzeptierst, wie soll es dann jemand anderes tun? Glück kommt von innen. Das ist eine Tatsache. Jeder kann „glücklich sein“ wenn er einen Partner hat, einen Job der viel Geld bringt, keinerlei gesundheitliche Probleme und viele Freunde. Doch sieht das Leben immer so aus?

 

Ein Leben kann so schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden z.B. durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit. Man rennt also immer einem Traumzustand hinterher. „Ich muss nur noch das erreichen, dann kann ich endlich glücklich sein“. So könnte ein typischer Spruch lauten, den man sich selbst vorlügt. Also leben die meisten eine Lüge?

 

Einen schlechten Tag zu haben, weil es einfach von allem zuviel ist oder alles eben schief läuft, das ist ganz normal. Doch wie strebe ich in meinem Leben Glück an, wenn doch alles so chaotisch und unfertig ist. Du musst beginnen dich selbst zu akzeptieren. Dir deine Fehler einzugestehen. Eine Zielverfolgung um etwas in deinem Leben zu verbessern, ist der wichtigste Schritt um nicht auf der Stelle zu treten. Du willst nicht immer du bleiben. Du möchtest dein Bewusstsein erweitern. Es gibt noch soviel zu lernen und zu sehen bevor du stirbst. Wem bleiben den die schönen Erinnerungen? Nur dir selbst. Es sind deine eigenen und zwar für immer. Schaffe welche und gehe aus dir heraus.

 

Deine Wahrnehmung zu ändern, ist sehr wichtig (Siehe Teil II - Wahrnehmung). So wie du die Welt siehst, so ist sie auch für dich. Du siehst alles nur aus deinen Augen. So wie du es möchtest, werden die Informationen der Außenwelt an dein Gehirn weitergegeben. Dies kannst du beeinflussen.

Doch wo anfangen? Ich werde die drei Punkte nacheinander erläutern.

 

 

 

Selbstakzeptanz

 

Eine der besten Techniken ist es, nicht auf deine innere negative Stimme zu hören!

Leute mit viel Selbstbewusstsein, schämen sich nicht für ihre Taten. Wenn sie einen Fehler machen, dann akzeptieren sie das Geschehene. Ihre innere negative Stimme ist leise oder wird komplett ignoriert.

 

Auf der anderen Seite ist es mit Menschen, welche ein niedriges Selbstbewusstsein haben, genau anders herum. Diese negative Stimme ist laut und bestimmend. Sie kritisiert dich, wenn du einen Fehler machst, sie beschimpft dich, wenn etwas aus dem Ruder läuft oder du die Kontrolle verlierst, sie urteilt ständig und ist dabei nie nett. Sie stichelt immer wieder auf dich ein. Und? Weißt du von wem ich rede? Jeder hat diese Stimme in sich. Auf die Vehemenz ihrer Aussagen kommt es an. Ein paar Beispiele (innere negative Stimme in kursiv) :

  • Du schaust in den Spiegel - Was für eine riesige Nase und diese schlaffen Augen. So wird dich nie jemand lieben! 
  • Dir fällt beim Abwaschen ein Teller auf den Boden und zerbricht - Du bist so ein Tollpatsch. Nie kannst du was richtig machen.
  • Du sagst etwas in die Runde das vielleicht unpassend war - Du bist so peinlich. Sei doch einfach ruhig in der Gegenwart anderer.

Wenn du dich hier wieder findest, dann weißt du sehr wohl von was ich spreche. Nervig und ermüdend ist diese Stimme. Einfach weghören ist nicht so einfach. Doch du kannst sie milde stimmen. Und zwar indem du der Stimme nicht widersprichst, sondern ihr recht gibst. Wie bitte?

 

Ja, das klingt nun sehr unlogisch auf den ersten Blick, ist jedoch eine Meistertechnik.

 

Die Stimme sagt: "Du bist dumm!" 

Du: "Ok, das muss ich nun akzeptieren."

 

Nein, du sollst keineswegs akzeptieren, dass du dumm bist, sondern folgend vorgehen:

 

„Es mag sein, dass ich soeben leichtsinnig gehandelt habe, doch ich kann dafür andere Dinge sehr gut. Ich verzeihe mir dieses Missgeschick und werde nächstes Mal darauf achten es besser zu machen.“

 

Dies ist die richtige Antwort. Du nimmst der Stimme den Wind aus den Segeln, weil du es akzeptierst und dir selbst auch noch verzeihst. Es ist sehr wichtig, dass du wirklich so mit dir redest. Immer wieder! Die innere negative Stimme verurteilt dich. Du akzeptierst es und verzeihst es dir. Wenn du das immer machst, wenn deine Stimme dich nervt, dann wird sie in Zukunft immer leiser. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

 

Es ist nunmal kein Problem wenn du etwas nicht hinbekommst oder mal was falsches sagst. Das passiert. Irren ist menschlich. Akzeptiere dich und hasse dich nicht für Fehler. Wenn du dich selbst hasst, ist nicht nur dein Selbstwertgefühl im Keller, sondern dein Glück genauso.

 

Ich gebe dir einen wichtigen Tipp: Sei freundlich und nett zu anderen Menschen. Hilf ihnen, wenn du der Meinung bist sie benötigen welche. Wenn du anfängst bösartig zu anderen zu sein oder ständig an anderen rumnörgelst und laut rumfluchst, dann solltest du dich an der eigenen Nase packen. Jeder hat sein Kreuz zu tragen, auch wenn du meinst, deines sei besonders schwer, hilfst du niemandem und vor allem dir selbst kein bisschen weiter, wenn du negativ bist. Gewöhne dir ganz schnell ab unfreundlich oder respektlos mit anderen Menschen umzugehen, falls du dies tust. Bei ernsthaften Fällen, ist es keine Schande einen Arzt aufzusuchen. Es ist heutzutage schon fast IN einen Psychologen zu haben. Akzeptiere, dass du Unterstützung brauchst. Nicht der stärkste Krieger, hätte eine Schlacht alleine gewonnen.

 

Man sagt so schön: "Behandele andere, wie du selbst behandelt werden möchtest."  Wenn die anderen dann nicht so reagieren wie du es gerne hättest, dann liegt das an deren Unzulänglichkeit und nicht an dir. Bleib freundlich und zuvorkommend. Wenn du nun an dieser Stelle negative Gedankenmuster hast und deine innere Stimme dich noch dazu fertig macht, dann wird es dir helfen, dir nach und nach deine Fehler zu vergeben. Akzeptanz ist das Schlüsselwort. Du wirst damit gut fahren.

 

 

 

Verzeihe dir und erkenne deine Stärken

 

Versuche dir mal vor Augen zu halten was du gut kannst. Ich dachte auch, ich hätte kein besonderes Talent. Und ich habe festgestellt,  ich benötige auch keines. Es ist so wie es ist. Dinge die dir total alltäglich vorkommen oder ganz selbstverständlich, können dennoch Dinge sein, die du gut kannst. Bei mir ist es so: Ich bin sehr schlecht in Spielen wie Billiard, Kicker, Bowling. Dies hatte mich oft genervt, wenn ich mit Freunden unterwegs war und mal wieder der schlechteste von allen Anwesenden war. Meine innere negative Stimme kam zum Vorschein: "Du kannst echt gar nichts. Du bist so schlecht in jedem Spiel"  Darauf fing ich an nachzudenken, was ich eigentlich für Qualitäten hatte. Ich spiele Gitarre, kann dazu singen, ich zeichne und male recht gut. Ich finde das gleicht ein paar Spiele wie Billiard und Bowling, in die ich niemals etwas Zeit investiert habe, total aus. Wenn ich jetzt nach einer Runde Billiard, alles außer die richtigen Kugeln eingelocht habe, dann denke ich mir: "Du hast keine Zeit in das Üben dieses Spiels investiert, wieso wunderst du dich dann, dass du nicht gut darin bist. Dafür kann ich andere Dinge gut. Ich hatte Spaß mit meinen Freunden." Das war nur ein einfaches Beispiel. Du musst dir vor Augen führen, was du gut kannst. Selbst die einfachsten Dinge zählen:

 

  • Du kannst gut kochen
  • Du kannst gut zuhören
  • Du kannst gut kleine Feste, Veranstaltungen organisieren
  • Du kannst gut präsentieren oder vor Freunden reden
  • Du bist vertrauenswürdig und Bekannte kommen zu dir, um dir Ihre Probleme zu erzählen
  • Du kennst dich in einem Gebiet richtig gut aus (Sport, Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst etc.)
  • Du kannst gut basteln oder nähen. Du selbst reparierst Kleidungsschäden oder nähst deine Faschingskostüme

 

Die Liste an Beispielen ist unendlich. Setze dich 5 Minuten irgendwohin, wo du ungestört bist und denke über Dinge nach, die du gut oder besser als andere kannst. Jeder und ich meine jeder hat viele positive Eigenschaften.  Wenn du dir ein paar davon vor Augen hältst, dann kannst du deiner inneren negativen Stimme immer entgegenschreiten. 

 

Es gibt noch viele Möglichkeiten dein Selbstbewusstsein zu steigern oder aufzubessern, doch hier bleiben wir bei der Akzeptanz. Versuche es! Am Anfang wird es dir dumm vorkommen. Vor allem wenn du deiner inneren negativen Stimme recht gibst. Tu das nicht! Sie redet nur böse vor sich hin. Jemand der dich verurteilt ist nicht dein Freund. Und auf Personen, die uns nicht mögen oder nicht unsere Freunde sind, auf diese hören wir wohl kaum, darum gib ihr nicht recht.

 

Der Ursprung von dieser negativen Stimme, komm meist aus der Kindheit. Meistens die Stimme der Eltern, die einen ermahnten, schimpften und zurecht stutzten. Auch Lehrer oder andere Einflusspersonen in unserer Kindheit und Jugend können ein Ursprung der Stimme sein. Doch nun bist du kein Kind mehr. Es ist egal wie schwierig du es hattest. Viele Mörder oder Serienkiller, wurden als Kinder vernachlässigt oder misshandelt. Der Ursprung von den Eltern nicht geliebt zu werden, setzt schlimme Mechanismen in einem Menschen in Gang. Doch genug davon!

 

Du bist nun erwachsen und verantwortlich für dein Handeln. Wenn du dich mies aufführst und andere schlecht behandelst, werden diese nicht sagen: "Och, der hatte es halt schwer in der Kindheit." Nein, sie werden sich denken: "Was für ein Arschloch!" Sich selbst zu bemitleiden führt nirgendswo hin.  Rappel dich auf und fange an deine Fehler zu akzeptieren und dich selbst zu lieben. So wie du handelst, so nehmen dich andere wahr. Also bleib gelassen und freundlich. Deine innere negative Stimme wird dir Steine in den weg legen. Weiche ihnen nicht aus. Räum sie direkt weg! 

 

Es ist OK wie du bist! Akzeptiere das! Das sage ich mit Gewissheit, obwohl ich dich nicht kenne. Wenn dir Dinge an dir nicht gefallen, dann ändere sie Schritt für Schritt. Doch zuerst musst du dir selbst deine Fehler eingestehen. Entgegne deiner inneren negativen Stimme:

 

Du bist OK und du bist es wert geliebt zu werden!

 

 

 

 

Ich hoffe der Artikel war hilfreich für dich. Wenn ja, dann teile ihn doch, somit können auch andere wie du einen Nutzen daraus ziehen. Ich wünsche DIR jedenfalls das beste.

 

- L.d.R. -

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