Die Macht der Worte - Wie du sie zu deinem Vorteil nutzen kannst

Worte Words Scrabble NLP

„Worte sind die mächtigste Droge,

welche die Menschheit benutzt.

- Rudyard Kipling -

 

Worte haben die Macht die Welt zu verändern. Jedes gesprochene Wort, welches von jemandem erhört wird, entfacht eine Vielzahl an Emotionen. Euphorie, Enthusiasmus, Hass, Trauer, Wut, Glück, Stolz und noch viele viele Gefühle mehr können Worte in Menschen auslösen. Emotionen sind die Ursache für unser Handeln. Wir handeln nach dem wir uns fühlen. Wenn wir also mit Worten Gefühle steuern können, dann sollten wir lernen die Worte zu unserem Vorteil zu nutzen.

 

 

Bla Bla

 

Im Endeffekt sind Worte nur Laute welche wir mit Hilfe unserer Sprechorgane (Stimmbänder, Kehlkopf, Zwerchfell, Mund und Zunge etc.) von uns geben. Alle Tiere geben irgendwelche Laute von sich und alle Menschen sprechen irgendeine Sprache. Doch selbst diese können wir nur verstehen, wenn sie identisch mit derjenigen ist, dessen Wortbedeutung wir gelernt haben und kennen.

 

Manch ein Philosoph sagte, dass der menschliche Geist durch seine Sprache limitiert wird, da man nur die Möglichkeit der Sprache besitzt seine Gedanken in Worte zu fassen. 

 

"Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt"

schreibt Ludwig Wittgenstein, ein Philosoph des vergangen Jahrhunderts.  

 

Dies wird deutlich, wenn man überlegt, dass es in verschiedenen Sprachen Worte für z.B. bestimmte Gefühle gibt, welche wiederum in anderen Sprachen gar nicht existieren. Es kann somit von Vorteil sein, mehrere Sprachen zu sprechen, da man somit die Fähigkeit hat Situationen auch anders auszudrücken. Zumindest in Gedanken für sich selbst.

 

Es wird soviel geredet und überall steht etwas geschrieben. Man erhält Informationen in Form von Worten auf allen möglichen Medien und Kanälen. Jemand spricht mit dir direkt, man liest eine Zeitung, man hört Musik im Radio, man liest die neuesten Twitter-News oder man erhält eine Nachricht auf dem Smartphone. Die Liste ist unendlich lang. Das schwierige ist eben das Bla Bla von den interessanten oder wichtigen Informationen zu unterscheiden. Bei einem Abendessen mit Freunden und einem Glas Wein, wird bestimmt ohne Ende erzählt, gelacht und geredet. Man muss nur wissen, welchen Quellen man gerne zuhört, welche förderlich für die Stimmung und einen Selbst sind.

 

Es kann helfen überflüssigen Informationsfluss zu kürzen. Man muss nicht unbedingt jeden Klatsch und Tratsch mitbekommen. Zu viele Worte können einen nerven und den Kopf voll machen. Versuche auch du ein wenig diesen Überfluss zu stoppen und hole dir die Infos, die dir wichtig sind. Nachrichten haben meist einen negativen Charakter. Wenn man immer nur Nachrichten von früh bist spät liest oder hört, wird man wohl stark die Meinung vertreten, die Welt sei schlecht und alle sind korrupte Gauner. Dies bedeutet nicht, man solle sich nicht informieren oder keine Nachrichten mehr verfolgen. Die Dosis macht das Gift. 

 

Daher sollte man weniger negatives Bla Bla und viel mehr positives in sein Leben einbauen. Und die beste Quelle für positive Worte, sind einfach Bücher. Egal ob als E-Book, Hörbuch oder als zerfleddertes Taschenbuch, Roman oder Poesie, Sachbuch oder Philosophie, Harry Potter oder den Buddenbrooks. Wenn du noch nichts oder sehr wenig liest, dann solltest du damit beginnen. Alle erfolgreichen Menschen lesen. Man erhält hiermit direkt Informationen, Ansichten und ganze Gedankengänge von den Autoren. Suche dir ein paar Vorbilder und lese was in deren Köpfen so vor sich ging. Es machen sich dadurch so viele neue Perspektiven auf. Du kannst deine Phantasie erblühen lassen und deinen Horizont ins Unendliche erweitern.

 

Auch dieser Artikel besteht nur aus Worten. Wie du sie auffast, wie du sie verstehst und was du daraus machst, ist allein dir überlassen. Schauen wir, wie wir mit Worten unser Bewusstsein positiv beeinflussen können.

 

 

 

Die Macht der Worte

 

Wenn man genau darüber nachdenkt, wird wohl keiner widersprechen, wenn man der Macht der Worte gedenkt. Sie können uns beeinflussen und unsere Emotionen lenken. Wir picken nun ein paar Beispiele raus.

 

 

Traurigkeit

 

Es gibt oft richtig traurige Geschichten, welche einen in kürzester Zeit entsetzen oder eben traurig stimmen. Ein entfernter Verwandter hat Krebs, die Nachrichten berichten über ein entführtes Mädchen, die Firma eines engen Freundes geht Pleite, der Partner verlässt einen... Manchmal sind es Worte die Konsequenzen mit sich tragen und manchmal haben sie überhaupt keinen Einfluss auf unser Leben. Dennoch können sie uns in einen traurigen, lethargischen oder einfach negativen Gemütszustand versetzen. Es passieren tatsächlich oft schlimme Dinge. Man kann nicht alles abwenden, egal wie vorsichtig man ist. Doch es passieren auch mindestens genauso viele gute Dinge. Das sollte man nicht vergessen.

 

 

Enthusiasmus\Euphorie

 

Worte können einen Menschen selbst in Situationen des Verlierens wieder aufbauen. Motivationsreden von Sporttrainern, welche ihr Team in den Spielpausen noch einmal richtig aufbauen müssen, können an dieser Stelle genannt werden. Je gekonnter die Wortwahl, desto höher kann die Motivation des einzelnen sein. Eine gute Rede ist das Paradebeispiel, wie man in Menschen Enthusiasmus und Euphorie erwecken kann. Eben war die Menge noch kalt und desinteressiert und nach der Rede wurde der Funke geweckt und alle brennen innerlich. Denke einmal an berühmte Redner, welche nur mit der Macht der Worte Tausende und mehr berührten. Egal ob positiv oder negativ. Rhetorik ist eine mächtige Waffe.

 

  • John F. Kennedy (1963): "Ich bin ein Berliner"

Nur vier Worte in deutscher Sprache halfen es unter der damaligen Berliner Bevölkerung eine Euphorie und einen Jubel ohnegleichen herbeizurufen. Kennedy brachte mit dieser Rede ein Gefühl der "Wir denken an euch" in die angespannte Situation des kalten Krieges zu den Berliner Bürgern.

 

  • Martin Luther King (1961): "I have a dream"

Ein Traum, dass endlich Menschen egal welcher Herkunft, gemeinsam und friedlich, respektvoll miteinander leben können. Bis heute immer noch eine der berühmtesten und auch bewegendsten Reden überhaupt. Eine Vision die von vielen bis heute immer noch zu erreichen gewünscht wird.

 

  • Joseph Goebbels (1943): "Wollt ihr den totalen Krieg?"

Eine positive Rede? Bestimmt nicht. Eher das genaue Gegenteil. Dennoch eine aus rhetorischer Sicher ausgezeichnete Rede. Mit Worten allein konnte der damalige Propagandaminister des Dritten Reichs eine Menschenmasse so manipulieren, dass sie auf die Frage "Wollt ihr den totalen Krieg?", mit einem mehr als eindeutigen "JA!" und lauten Jubelrufen antwortete. Ein totaler Krieg? Totale Zerstörung? So etwas sollen Menschen tatsächlich wollen? Leider wissen wir, wie die Geschichte des 2. Weltkrieges endete. Es gab den totalen Krieg. Worte können aufbauen, jedoch auch zerstören.

 

 

Manipulation

 

Nicht nur mit berühmten Reden können Menschen manipuliert werden. Jeder kennt es wahrscheinlich von sich selber. "Ich bin sowas von müde gerade, kannst du dich nicht heute um die Kinder kümmern". So etwas passiert in irgendeiner Form andauernd zwischen Menschen. Dies ist bestimmt keine schwerwiegende Manipulation und genau hier sollte man eben unterscheiden, denn Manipulation muss nicht unbedingt schlecht sein.

 

  • Positive Manipulation oder Beeinflussung: Wir haben beide etwas davon

Einfache Beispiele sind hier: "Ich koche für dich, wenn du mich nachher massierst (zum Partner) / Wenn du auch brav deine Mütze auflässt, dann gehen wir heute in den Zoo (zum Kind) / Wenn Sie mir noch einen weiteren Tag geben, kann ich Ihnen bessere Ergebnisse liefern (zum Chef)" 

Solche Formen, findet man sehr häufig bei ausgeglichenen Menschen und es ist in keinster Weise eine negative Tugend. Zum Vorteil aller zu denken, verbessert das Miteinander. Dies ist eine Möglichkeit, wie du andere dazu bringst, Dinge zu tun die du möchtest ohne sie zu zwingen. Jede Art des positiven Zureden ist so gesehen eine Form der positiven Beeinflussung. Übe dich darin, anderen gut zuzureden, sie aufzubauen, sie zu unterstützen. Lasse dich jedoch nicht ausnutzen, weder materiell noch emotional. Gebe weil du geben willst, nicht weil du dich verpflichtet fühlst. Das ist der falsche Ansatz.

 

  • Negative Manipulation oder Beeinflussung: Nur ich habe etwas davon

Vor solchen Manipulationen sollte man sich hüten. Sie wird oft in Partnerschaften, jedoch auch bei Freunden gesehen. Meist haben die Menschen, die solche negativen Methoden nutzen ein sehr geringes Selbstbewusstsein, sie können jedoch auch ein Anzeichen für eine bröckelnde Beziehung sein. Durch die Manipulation zwingen sie andere, zu tun, was sie möchten. Es ist eine Form der Macht über andere. 

 

Beispiele: "Hast du schon wieder nicht abgewaschen. Du bist wirklich zu gar nichts gut (zum Partner) / Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, hast du zwei Wochen Hausarrest (zum Kind) / Sie geben mir die Gehaltserhöhung oder ich kündige (zum Chef)"

Es geht hier eindeutig seinen Willen, durch egal welche Form der Manipulation, durchzusetzen. Drohungen und Erniedrigungen sind eine sehr häufige Manipulationsmethode.

 

Man kann sich diesen wirklich nur durch das Entziehen der eigenen Person oder durch ein klärendes Gespräch stellen. Um dein Selbst und deine Würde zu schützen, solltest du solche negativen Muster schleunigst unterbrechen. Es wird einem nur eine schlechte Zeit einbringen, egal ob man der Manipulierte oder der Manipulator ist. Es ist ein viel schöneres Gefühl, wenn Menschen Dinge für einen tun, weil sie es gerne für einen machen.

 

Sollte gerade in einer Partnerschaft, immer wieder solch ein Verhalten von einem der Beiden auftauchen, dann stimmt das Gleichgewicht der Beziehung in keinster Weise. Einer hat die, auch wenn nicht gerade sehr elegante, Führung übernommen und der andere die Form des Opfers. Diese Konstellation führt über kurz oder lang zum Ende der Liebe. Dies muss unbedingt aufhören, sobald sich einer der Partner tatsächlich verletzt fühlt. Selbst wenn es das Ende der Beziehung bedeutet. Niemand verdient es schlecht behandelt zu werden.

 

 

Glück

 

Ich denke, dass es an dieser Stelle womöglich keine einfacheres und deutlicheres Beispiel gibt, als die Worte:

 

"Ich liebe dich / Ti amo / Je t'aime / Wǒ ài nǐ / Σ 'αγαπώ / I love you!"

 

 

Diese wenigen Worte können ein unermessliches Glück und Freude in Menschen auslösen. Es ist einfach ein schönes Gefühl, verliebt zu sein oder die Zuneigung von anderen Menschen zu erfahren.

 

Es muss jedoch nicht nur "Ich liebe dich!", sein. Gute Neuigkeiten jeder Art können Freude in uns entfachen. Und genau darum ist es so wichtig, sich immer mehr positive als negative Worte einzuverleiben. Wenn du bewusst auf positiven Input setzt, wird sich nach und nach dein Denken daran gewöhnen. Es muss nicht nur ein Buch sein, auch eine gemeinnützige Arbeit oder auch nur ein Malkurs kann Freude und eine Form der Selbsterfüllung sein. Man trifft Menschen, die auch Lust auf etwas haben, ein gemeinsames Interesse über das man sich angeregt unterhalten kann.

 

Sitze nicht auf der Couch herum und lass dich vom Fernseher berieseln. Gehe raus, aus deinem Haus und aus dir selbst, fülle deinen Geist mit positiver Energie.

 

 

 

Wie du Worte kontrollierst

 

Wenn man genau darüber nachdenkt, wird wohl keiner widersprechen, wenn man der Macht der Worte gedenkt. Sie können uns beeinflussen und unsere Emotionen lenken. Wenn du die richtigen Worte nutzt, kannst du nicht nur deinen Gemütszustand verändern, sonder auch das miteinander mit anderen Personen. Du wirst lernen Situationen zum Positiven zu wenden und dies nur mit der Änderung deiner Wortwahl.

 

 

Wie du dich selbst  positiv beeinflusst

 

Es gibt Menschen, die sich übertrieben aufregen können und es gibt andere, die behalten selbst in aufreibenden Situationen einen kühlen Kopf. Ich selbst zählte zu der ersten Kategorie. Von nichts auf gleich, konnte ich total erzürnen, wegen Kleinigkeiten. Wenn ich etwas, z.B. meinen Geldbeutel, nicht sofort fand, kochte richtig Wut in mir auf. Durch die Jahre kühlte ich immer mehr ab, jedoch half mir die folgende Methode besonders bei dieser Charakterschwäche.

 

Wähle mildernde Worte, wenn es um Wut- oder Konfliktsituationen geht.

 

Anstatt also zu sagen: "Ich bin fuxteufelswild!", sagst du "Das stört mich schon etwas!". Vielleicht wirst du an dieser Stelle denken, dass so eine einfache Änderung der Worte doch überhaupt keinen Einfluss auf unser Gemüt haben kann. Doch da muss ich dich berichtigen. So einfach es auch sein mag, wenn du aus Überzeugung deine Wortwahl änderst, kannst du tatsächlich somit deine Emotionen lenken.

 

"Ich hasse dich!" und "Mich ärgert es, wenn du das tust.", können beide ein Ärgernis über eine Sache aussagen. Dennoch wird es für beide Beteiligte einen Unterschied machen, welcher der Sätze gesagt wurde. Wenn du also wieder in eine Situation kommst, wo du einfach nur losschreien möchtest, dann sage dir selbst "Ich rege mich nicht auf, das ist es nicht wert". Lockere die Situation auf, indem du deine Worte lockerst. Achte darauf, du wirst den Unterschied spüren.

 

In Dale Carnegies Buch "Sorge dich nicht - lebe!", nennt Carnegie immer wieder das Beispiel: "Weine nicht um vergossene Milch!" Die Aussage dahinter ist, egal wie sehr man sich auch aufregen/nachtrauern mag, all dies bringt die Milch, welche vergossen wurde nicht zurück. Also sollte man den Ärger einfach verfliegen lassen. 

 

Das ganze gilt auch andersherum, nämlich für die Verstärkung von eher passiven Aussagen. Auf die Frage: "Wie geht es dir?" antworten die meisten "Gut / Geht so / Läuft schon / Das Übliche eben / Ging schon besser usw.". Schluss damit. Du kannst dich selbst mit positiven Worten, positiv beeinflussen. Wenn also das nächste Mal jemand fragt wie es dir geht antwortest du einfach: "Genial / Total super / Ging mir nie besser!" Auch wenn du ein paar Probleme mit dir rumschleppst, wirst du mit einer negativen Haltung, deine Emotionen bestimmt nicht aufhellen. Löse deine Probleme, doch achte schon heute auf deine Worte. Es gilt also die Regel:

 

Wähle positiv verstärkende Worte, wenn es um Situationen und Gemüter geht.

 

Dein Tag war "phänomenal / anstrengend doch zufriedenstellend / außerordentlich produktiv". Es gibt noch eine sehr lustige Methode, deine Stimmung aufzuhellen. Und zwar indem du neue Worte bildest. Durch diese Neolinguistik setzt du einfach positive Worte zusammen. Ich persönlich nutze oft das Wort "megatastisch". Zusammengesetzt aus "mega + phantastisch". Selbstverständlich ist es albern. Das soll es eben auch sein. Wenn mich bis heute jemand fragt, wie es mir geht und ich antworte "megatastisch", zaubert es jedesmal nicht nur mir, sondern auch meinem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht.

 

Nutze die Macht der Worte und ändere selbst deine derzeitige Emotionslage. Etwas deutlicher wird es wohl mit ein paar Beispielen:

  

Aussagen / Fragen

Gegenaussagen / Antworten 

Wie war das Essen?

 Es war unglaublich lecker (statt: ganz gut)

Wie war der Tag in der Arbeit?

Ich wurde gefordert und bin froh zu Hause zu sein (statt: stressig)

Hast du Lust in Kino zu gehen?

Jaaaa, sehr gerne. Gehn wir! (statt: ja, wieso nicht)

Gefällt die mein Kleid?

Du siehst überragend/bezaubernd aus (statt: schön)

Ich sehe richtig scheiße heute aus!

Ich sehe heute toll aus / Ich fühle mich heute richtig gut.

Ich bin so richtig sauer!

Ich bin leicht verärgert!

Das gefällt mir überhaupt nicht!

Ich habe schönere Dinge gesehen.

Hau ab, ich will dich nicht mehr sehen!

Dein Verhalten schmerzt mich, ich brauch etwas Zeit für mich.

 

Ich denke du verstehst das Prinzip. Du bist nicht hässlich, dumm, nichtsnutzig oder sonst irgendetwas Negatives dergleichen. Vielleicht kannst du nur eine bestimmte Sache nicht besonders gut. Na und? Was glaubst du in wie vielen Dingen ich nicht besonders gut bin. Das ist normal. Zieh dich nicht runter. Bau dich auf! Achte und nutze die richtige Wortwahl. Die Dinge sind "wunderschön" oder "nicht ganz so schön", jedoch ab heute niemals mehr "ok" oder "grauenhaft".

 

 

Positiver Einfluss in Bezug auf andere Personen

  

Wir schauen uns das ganze nun aus einem anderen Blickwinkel an. Sagen wir, man selbst hat die Kunst der positiven Wortwahl gemeistert und hat sich selbst sehr gut im Griff. Das ist ja gut und schön, bis dann zum Beispiel der Ehemann nach Hause kommt und erstmal laut rumflucht, weil sein Chef ein Gorilla ist, der Benzinpreis gestiegen ist und er auch noch über die Spielsachen der Kinder gestolpert ist.

 

Zuerst sollte man verstehen, dass wir Menschen emotionale Wesen sind. Wenn uns viel zu Kopf steigt, kann noch die kleinste Kleinigkeit uns zum explodieren bringen. Wie beeinflusst man dann andere Menschen positiv? Was tut man wenn man mit einem negativem oder zornigen Menschen konfrontiert wird?

 

Möglichkeit 1: Niemals Feuer mit Feuer bekämpfen

Wenn man eine Person verbal angreift oder sagt, dass sie in einem Punkt unrecht hat, wird man immer das Emotionale Wesen antreffen. Dies bedeutet, wenn jemand im Unrecht ist, wird er mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht von seinem Standpunkt absehen, auch wenn er vielleicht sogar weiß, dass er im Unrecht ist. Egal wie sehr ich recht habe und der andere unrecht, wenn ich jedoch dies direkt so sage: "Das ist alles Schrott was du da erzählst!", dann wird man nicht an sein logisches Urteilsvermögen appellieren, sondern nur an seinen Stolz. Man hat die Person direkt angegriffen und ihren Stolz verletzt. Dies führt nirgends hin. Man sollte es eher auf eine andere Art versuchen: "Ich verstehe was du sagt, doch aus meiner Sicht habe ich es so verstanden, dass....." Dies signalisiert: Ich respektiere dich und deine Aussage, ich habe auch eine Meinung dazu und die lautet...

 

Wenn also jemand sauer ist und du gehst hin und regst dich noch obendrein auf, dass diese Person sauer ist, dann ist wohl klar wo das hinführt. Ein Streit bei dem beide hitzköpfig diskutieren und sich am Ende vielleicht sogar noch beleidigende Dinge an den Kopf werfen, sind keine Lösung und haben auch nie zu einem wirklichen Happy End geführt. Der sogenannte "Versöhnungssex" wird nicht immer bei Partnern funktionieren. 

 

Möglichkeit 2: Man nutzt besänftigende Worte und spricht mit ruhiger Stimme

Klar, dies mag manchmal nicht gerade leicht fallen, doch wenn man etwas langsamer und auch noch ruhig spricht, beruhigt dies automatisch die Person gegenüber. Sie glauben mir nicht? Wenn jemand vor einem steht und einen anbrüllt und man antwortet in ruhigen Worten nur: "Ich merk du bist etwas angespannt, ich lass dich lieber mal alleine bis du dich abgekühlt hast." Der andere wird wohl sehr wahrscheinlich verdutzt gucken. Evtl. brüllt die Person noch etwas weiter, doch spätestens, wenn man in ruhigem Gang den Raum verlassen hat, wird das Theater wohl aufhören.

 

Möglichkeit 3: Streite nicht

Auch dies ist keine leichte Disziplin. Doch tu es einfach nicht. Gehe aus dem Zimmer, rede ruhiger oder ignoriere die Person, bis sie wieder zu normalen Konversationen fähig ist. Keine abfälligen Bemerkungen, um die andere Person weiter aufzuziehen. Wie in Möglichkeit 1 bereits aufgegriffen, sollte man sich angewöhnen sein gegenüber nicht anzugreifen. Der Klügere gibt nach, heißt es doch so schön.

 

Der Anwalt David E. Noll hat sich jahrelang mit Psychologie und Neurowissenschaften beschäftigt, um ein Muster zu untersuchen, warum sich Strafgefangene in US-Vollzugsanstalten so aggressiv miteinander verhielten. Er untersuchte dieses Verhalten nicht nur, sondern entwickelte auch einen Plan oder eher einen Kurs für Menschen, wie sie Aggressionen anderer entgehen konnten. Sozusagen: Wie schlichtet man richtig einen Streit. Und in diesen Fällen sah ein Streit zwischen Gewaltverbrechern im Gegensatz zu zwei Ehepartnern im Wohnzimmer bestimmt anders aus. Er kam zu dem Ergebnis, dass zwei Personen im Streit nicht auf die Emotionen des anderen eingehen durften. Durch diese simple Änderung, konnte tatsächlich ein aufbrausender Streit verhindert werden. Bietet man keine Angriffsfläche, kann man auch nicht angegriffen werden. Selbstverständlich ist die Arbeit und das Antiaggressionsprogramm von Noll sehr viel weitreichender.

 

Möglichkeit 4: Negative Worte anderer in positive wandeln

Es muss sich ganz klar nicht nur um eine zornige Person handeln. Manchmal ist es nur ein Kollege, der immer sehr negativ ist und leise vor sich hinflucht. Man kann nicht jeden ändern, doch man kann sich selbst ändern. Der Kollege oder die Kollegin: "Was für ein Mist, jetzt haben wir noch mehr von dieser dreckigen Arbeit aufbekommen / Jetzt will der Chef, dass wir die Aufgabe auch noch übernehmen." Antworte positiv und lösungsorientiert: "Wir kriegen das doch problemlos hin / Wir machen das jetzt ohne uns aufzuregen und dann reden wir alle mal gemeinsam mit dem Chef. Wir können das wirklich nicht alles fristgerecht erledigen." Egal was er/sie antwortet, du hast eine positive Aussage getroffen. Diese Aussage ist eher für dich, als für andere. Gehe dann nicht mehr auf weitere negative Aussagen des/der Kollegen/-in ein.  

 

Aussage anderer Deine Antwort
Das Wetter ist grausam. Ich finde der Winter ist auch sehr schön. Ich mag Schnee
Der Film war einfach nur schlecht. Ich fand die Geschichte auch etwas banal, doch die Schauspieler waren klasse.
Du bist nervig. Danke. (Aufmerksamkeit etwas anderem schenken)
Wie kann dir nur so ein Mist gefallen? Ich kritisiere auch nicht deinen Geschmack. Respektiere das!
Ich fühle mich traurig. Ich helfe dir, das kriegen wir doch hin.
Alle Menschen sind Idioten! Du und ich sind zumindest keine Idioten. Das sind schon mal zwei. (Lächeln)

 

Dreh es wie du möchtest. Wichtig ist nur, dass du dich von negativen Menschen oder Aussagen nicht in einen negativen Gemütszustand versetzen lassen sollst. Manchmal kann es etwas anstrengend sein und nicht immer spielen alle mit, wie man es sich wünscht. Gewöhne dir einfach an positiv zu bleiben. Wenn es dann nicht klappt, gehe einfach wieder auf Kurs zurück. Solange bis es eine Gewohnheit wird.

 

 

Fazit: 

 

Worte haben einen riesigen Einfluss auf unser Leben. Lass dich von den positiven Worten leiten. Lese, höre und spreche positive Worte. Sollten andere immer wieder negativ auffallen und du merkst du hast einfach gar keinen Nutzen mehr, dann beende die Beziehung mit solchen Menschen. So gern man es auch möchte, du kannst nicht jedem helfen oder jeden ändern. Versuche es, indem du mit den richtigen Worten die Sichtweise änderst. Doch wenn es nicht klappt, musst du weiterziehen. Wenn dein Licht leuchtet, werden andere etwas von deinem Leuchten abbekommen. Wenn dein Leuchten jedoch von der Negativität anderer gebremst wird, dann kannst du für niemanden leuchten. Nicht einmal für dich selbst. Lass das nicht zu. Beeinflusse dich und andere sooft es geht mit aufhellender Stimmung, indem du eine positive Wortwahl nutzt. Achte auf deine Worte und beginne ein megatastisches Leben.

 

 

Ich hoffe der Artikel war hilfreich für dich. Wenn ja, dann teile ihn doch, somit können auch andere wie du einen Nutzen daraus ziehen. Ich wünsche DIR jedenfalls das beste.

 

  

 

 - LdR - 

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